LehreGeschichte
Ein Überblick über die Baha'i-Religion


Der "Grösste Name" - eines der Symbole der Baha'i

Zu allen Zeiten waren es die Religionen, von denen geistige und soziale Impulse ausgingen, die das Leben vieler Menschen veränderten. Das jüngste Glied in dieser Kette, die Bahá’í-Religion, wurde vor über 140 Jahren von Bahá’u’lláh gestiftet. Bahá’u’lláh anerkennt die ihm vorausgegangenen Religionsstifter, die sich in unterschiedlichen Epochen an die Menschheit wandten. Ihre Lehren enthielten stets eine Fülle geistiger Wahrheiten, die in abgewandelter Form in jeder Religion wiederkehren. Die Bahá’í-Religion erweitert den Reichtum der bisherigen Religionen um neue Lehren. Ihr Ziel ist die geistige Erneuerung und die umfassende Vereinigung der ganzen Menschheit.

 

 

Bahá’í ist, wer Bahá’u’lláh als Gottesoffenbarer anerkennt und in seinen Lehren das Heilmittel für die Nöte unserer Zeit sieht. Ein Bahá’í bringt aber auch allen anderen Religionen die gleiche Achtung entgegen. So finden z.B. in den „Häusern der Andacht“ regelmäßige Lesungen aus den Heiligen Schriften aller Religionen statt.

Der geistigen Entwicklung des Einzelnen dienen tägliches Gebet und regelmäßiges Studium der Heiligen Schriften. Arbeit, die im Geiste des Dienstes an der Menschheit verrichtet wird, kommt dem Gottesdienst gleich. Gleichstellung von Mann und Frau, eine hohe Wertschätzung der Familie, Offenheit und Gastfreundschaft, bestmögliche Erziehung für die Kinder, und das Bestreben, sich weiter zu entwickeln und die Einheit der Menschheit zu fördern sind weitere Merkmale. Religion soll sich mehr in Taten als in Worten äußern. Der Geist der Liebe und Einigkeit wird bereits bei der Erziehung der Kinder praktiziert. Bahá’í -Kinder werden dabei auch mit den Grundlagen aller anderen Religionen vertraut gemacht. Mit 15 dürfen sie über ihre Religionszugehörigkeit selbst entscheiden. Die Menschheit betritt nach Bahá’u’lláh jetzt das Stadium der Reife. Das bedeutet nicht nur mehr Freiheiten, sondern vor allem mehr Verantwortung eines jeden von uns für die Gemeinschaft und die ganze Menschheit.

 

 

Die Bahá’í-Gemeinschaft und ihr Aufbau gehen in den Grundzügen auf Bahá’u’lláh selbst zurück. An die Stelle von Priestertum und Klerus – wie in den früheren Religionen – treten gewählte Gremien, die für alle Belange der Gemeinde verantwortlich sind. In diesen Gremien und in den regelmäßigen 19-Tage-Festen wird die Bahá’í-Beratung praktiziert. Bahá’í-Wahlen für diese „Geistigen Räte“ auf lokaler, nationaler und globaler Ebene sind demokratisch, Wahlpropaganda und Kandidatur sind allerdings nicht vorgesehen, allein die persönliche Eignung zählt.

 



Das „Haus der Andacht“ in Delhi/Indien

 

 

Die Propheten Gottes sollten als Ärzte angesehen werden, deren Aufgabe es ist, das Wohlergehen der Welt und ihrer Völker zu fördern, damit sie durch den Geist der Einheit das Siechtum einer entzweiten Menschheit zu heilen vermögen.

 

O Du gütiger Herr! Du hast die ganze Menschheit aus dem gleichen Stamm erschaffen. Du hast bestimmt, dass alle der gleichen Familie angehören. In Deiner heiligen Gegenwart sind alle Deine Diener, die ganze Menschheit findet Schutz in Deinem Heiligtum. Alle sind um Deinen Gabentisch versammelt; alle sind erleuchtet vom Lichte Deiner Vorsehung. O Gott! Du bist gütig zu allen, Du sorgst für alle, Du beschützest alle, Du verleihst allen Leben. Du hast einen jeden mit Gaben und Fähigkeiten ausgestattet, und alle sind in das Meer Deines Erbarmens getaucht.

 

Bahá'u'lláh



Quelle der Texte: Bahá’í – Einblicke, Hofheim 2002

 
 
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